ISRAEL. Eine Korrespondenz

05.05.2024 19:30–20:45

Nils Kreutz und Stephan Weiland lesen aus dem Buch "Israel – Eine Korrespondenz" der Autoren Navid Kermani und Natan Sznaider. Regie: Nete Mann.

Der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani und der israelische Soziologe Natan Sznaider führten im Frühjahr 2002, ein halbes Jahr nach 9/11 und während der sogenannten zweiten Intifada, eine auf persönlicher Freundschaft gründende Korres­pondenz mit sehr gegensätzlichen Perspektiven auf den israelisch-palästinensischen Konflikt.

Angesichts der hier und weltweit bestürzenden und empörenden antisemitischen Diskurse und Demonstrationen nach dem barbari­schen Terror-Überfall der Hamas vom 7. Oktober und angesichts des unermesslichen Leidens der Zivilbevölkerung im Krieg in Gaza kann dieser Brief­wechsel helfen, die Gegenwart besser zu verstehen.

„Wir lernten von­einander, dass jeder von uns vielleicht auch denken würde wie der andere, wenn ihn dessen Erlebnisse und Erfahrungen geprägt hätten“

Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er ist habilitierter Orientalist und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie des 1. FC Köln.  Für seine Romane, Essays, Reportagen und Monographien erhielt Navid Kermani unter anderem den Kleist-Preis, den Hölderlin-Preis, den Joseph Breitbach-Preis, den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels sowie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 2024 wird ihm der Thomas-Mann-Preis verleihen.
Seine Sachbücher erscheinen bei C. H. Beck, sein literarisches Werk im Carl Hanser Verlag. Die Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Natan Sznaider, geboren 1954 in Mannheim ist ein israelischer Soziologe. Er unterrichtete an der Columbia Universität, an der Hebräischen Universität in Jerusalem, der LMU München und lehrt seit 1994, zunächst als außerordentlicher Professor für Soziologie an der Akademischen Hochschule in Tel Aviv, wo er seit 1996 den Lehrstuhl für Soziologie besetzt und „Soziologie des Holocaust“ unterrichtet. In mehreren Büchern und Essays lotet Sznaider die jüdische politische Theorie von Hannah Arendt aus.  Zusammen mit Daniel Levy prägte er die Begriffe des kosmopolitischen Gedächtnisses und der kosmopolitischen Erinnerung. Mit Alejandro Baer untersuchte er eine Ethik des Nie Wieder im spanischen und argentinischen Kontext.

Navid Kermani, Natan Sznaider, Israel. Eine Korrespondenz
© 2023 Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, München

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