BOB DYLAN – DON'T LOOK BACK

24.05.2026 11:00

Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V.
 Bitte allgemeine Infos am Ende der Seite beachten.

HOMMAGE AN BOB DYLAN ZUM 85.   # 1  |  ON TOUR 1965  |  REGIE: D.A.PENNEBAKER  |  REPRISE

Mit einer zweiteiligen Kino-Hommage just am Geburtstag (24. Mai) wollen wir Bob Dylan (*1941, Duluth, Minnesota) zu seinem 85. filmisch würdigen. Der Literatur-Nobelpreis- (2016) und OSCAR®-Preisträger (2001, Bester Filmsong) zählt bis heute zu den einflussreichsten Singer-Songwritern in der modernen Musikgeschichte des Folk und Rock. Seit Jahrzehnten auf (‚Never-ending‘-)Tour ist er in 2025 noch mit über 80 Konzerten auf der Bühne präsent. Sein musikalisch-poetisches Werk und Wirken hat sich immer wieder mit dem Film/Kino verbunden; ob mit seinen Filmsongs oder – kompositionen, seinen vereinzelten Schauspielrollen, seinen in Dokumentationen eingefangenen Bühnenauftritten, den Musikvideos und auch mit eigenen Filmregiearbeiten. Anlaß genug, sich seiner vielschichtigen Künstlerpersönlichkeit und seinem Werk mit zwei Filmen zu nähern: # 1 zur Matinee ein Blick zurück ins Jahr 1965 und # 2 abends eine fiktional-experimentelle Suche nach den vielen Bob-Dylans, des Einen in allen Anderen.
„Ich akzeptiere das Chaos, deshalb habe ich jeden Versuch perfekt zu sein aufgegeben.// Ein Poet ist eine nackte Person – manche sagen, ich sei ein Poet.  // Alles was ich tue oder sage oder schreibe, kommt aus mir selbst, egal, was das Publikum denkt.“(Bob Dylan)
„‚Paradox’ ist das passendste Wort für ihn, glaube ich.(…) Er war und ist  immer noch ein Unruhestifter, einer, der seine Idylle so gerne stört wie unsere.“(Jack Nickolson über seinen Freund Bob Dylan)
„DON´T LOOK BACK hat ein merkwürdiges Eigenleben, weil Dylan ein außergewöhnlicher Mensch ist.“(D.A. Pennebaker/1971) / „As far as Im concerned, it was never meant to be a documentary.“(Bob Dylan)
Doch eine Art ‚Blick zurück‘: 1965, von April bis Mitte Mai, begleitete der US-Filmemacher D.A. Pennebaker mit seiner mobilen 16mm-Kamera den damals gerade auch international bekannt gewordenen Folk-(Rock)-Poeten Bob Dylan auf einer dreieinhalbwöchigen Englandtournee. Der Film – heute ein Klassiker der dokumentarischen Form des ‚Direct Cinema‘ - fügt Passagen eindrücklicher Songdarbietungen Dylans eher fragmentarisch, atmosphärisch ein. Keine Konzert-Doku, sondern eine meist chronologische Montage fast permanenter Beobachtung/en von ‚Backstage-Momenten‘ bei, vor und nach den Konzerten: Tour-Alltag als Mosaik-‘Cut-Up’ dynamischer Kameratakes.
Dylan, noch keine 24 Jahre alt, befindet sich damals auf einem ersten Karrierehöhepunkt, und doch mitten in künstlerischen Umbrüchen zwischen Folk und Rock: der letzten rein akustischen Folk-Tour wird direkt am Filmbeginn mit dem legendären Text-Tafeln-‚Clip‘ zum „Subterranean Homesick Blues“ (einem Vorläufer des ‚Musikvideo’-Genres) schon der neue Rock-Sound vorangestellt. Pennebaker zeigt Dylan beim Schreiben, beim Ausprobieren, bei seiner (öffentlichen) Identitässuche zwischen theaterhaftem, auch grotesk-arrogantem Spiel und sensiblem philosophischem Tiefgang in der dauerpräsenten Öffentlichkeit, seinem „Kampf“ mit Publikums-Hysterien und Presse-Neugier. Und fast beiläufig zeigen sich die Beziehungen zur Freundin Joan Baez, zum ‚Konkurrenten‘-Kollegen Donovan oder zum windigen Manager Grossman. „DON´T LOOK BACK“ wurde von Dylans damaligem Manager Grossman co-produziert; Dylan wie Grossman ‚authorisierten‘ den fertigen Film.
Regisseur Donn Allen Pennebaker (*1925/Illiois/USA–†2019, Long Island) gilt mit seinem Regie- und Produktionspartner Richard Leacock und später im Team mit seiner Frau Chris Hegedus als einer der Pioniere des dokumentarischen ‚Direct cinema‘/cinéma vérité mit zahlreichen Dokus über (Pop-)Musikschaffende und Konzerte (u.a. JIMI HENDRIX PLAYS MONTEREY, 1967/86), politische Themen (THE WAR ROOM/DIE KOMMANDOZENTRALE - CLINTONS WAHLKAMPAGNE, 1992) oder Bildende Kunst/Aktionskunst. Für sein Lebenswerk mit über 60 Filmarbeiten erhielt er 2013 den Ehren-OSCAR®.

“One of the most influential rock films ever made.“_(TIME OUT New York)
“A relentlessly honest, brilliantly edited documentary...“_(Variety)

(DON´T LOOK BACK) USA 1965-67 | dokumentarische Form | Regie/Buch: Donn Allen Pennebaker | Ton/Konzert-Tonaufzeichnung: Richard Robert van Dyke | Kamera: Howard Alk/Jones Alk/Ed Emshwille/D. A. Pennebaker | Schnitt: D.A. Pennebaker | Produktion: Albert Grossman/John Court/Leacock & Pennebaker Inc. | Musik. Bob Dylan | Mitwirkende: Bob Dylan, Joan Baez, Albert Grossman, Bob Neuwirth, Donovan, Allen Ginsberg u.a. | UA: 17.5.1967, Paradiso Theatre/San Francisco; TV in Deutschland: 22.9.1968, BR III | Drehformat: 16mm | Kopie: HD/SD /1:1,37 (restaurierte Fassung) | S/W | DD 2.0 | OmU (englisch/dtsch. UT) | 96 Min.

EP: € 5.00
Mitgl.: € 3.00

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