EIN EINFACHER UNFALL
08.02.2026 19:30
Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V. Bitte allgemeine Infos am Ende der Seite beachten.
CINEAST*INNEN DES WELTKINOS # 26 | REGIE: JAFAR PANAHI ( IRAN ) # 1
• Goldene Palme/Palme d’Or – Bester Film – IFF Cannes 2025
• Bester Film/Beste Regie - Asia Pacific Screen Awards 2025
Der Automechaniker Vahid soll das Auto von Egbal nach einem Unfall reparieren. Vahid reagiert bei der Begegnung elektrisiert auf ein Geräusch, das ihn in ein dunkle Vergangenheit führt: das Quietschen der Beinprothese Egbals, glaubt Vahid aus der Zeit als politischer Gefangener zu kennen- es erinnert ihn an einen Wärter, der ihn wiederholt gefoltert hat. Vahid sucht Vergeltung, aber um über diesen einzigen Hinweis hinaus sicher zu sein, dass er sich nicht an einem Unschuldigen rächt, fährt Vahid mit dem geknebelten Mann zurück in die Stadt und sucht nach Mitgefangenen, die ihm Gewissheit verschaffen sollen. So beginnt eine Irrfahrt kreuz und quer durch Teheran und Umgebung, bei der eine Fotografin, ein Hochzeitspaar und ein zum Jähzorn neigender Handwerker aufgegabelt werden. Doch innerhalb der Fünferkonstellation herrscht nicht nur große Uneinigkeit und Zweifel über die Person von Eghbal, sondern auch über das gebotene Vorgehen…Ist er es wirklich? Und was hieße Vergeltung überhaupt? [n. filmdienst/Produktion] |
Regisseur Jafar Panahi (*1960, Mianeh/Iran), geht in seinem (verdeckt gedrehten) ‚Road-Movie-Kammerspiel‘ moralischen Fragen zum Verhältnis von Wahrheit und Ungewissheit, Rache und Gnade, Recht und Gerechtigkeit nach, die, nach eigenem Bekunden, auch von seinen persönlichen Erfahrungen während seiner zeitweisen Inhaftierung als politischer Gefangener im Iran inspiriert sind. Panahi, der mit Filmen wie „NO BEARS(2022), DREI GESICHTER, DAS IST KEIN FILM(2015), TAXI TEHERAN (2011) und OFFSIDE (2006) zu den wichtigsten Filmschaffenden seines Landes zählt und international vielfach ausgezeichnet wurde, hat seine Filme auch stets als Akte des Widerstands gegen den Autoritarismus in seinem Land begriffen. Seinen neuen Film – der inzwischen mehr als 30 Preise erhielt - konnte er im vergangenen Jahr in Cannes noch persönlich vorstellen und erhielt dafür die ‚Goldene Palme‘ für den besten Film im Wettbewerb. Panahi wurde Anfang Dezember 2025 in Abwesenheit zu einem Jahr Gefängnis und zwei Jahren Ausreiseverbot verurteilt (Q. Epd/fd/dlf). Er lebt derzeit im Exil. Gemeinsam mit andern iranischen KünstlerInnen prangerte er jüngst die „“unverholene Repression“ gegen die Protestbewegung in seinem Heimatland“(dlf.de) an.
“Schärfer denn je formuliert Jafar Panahi Kritik am iranischen Regime und lässt seinen Film zwischen Rachethriller und absurdem Theater changieren. (..) Mit Humor, der ihm hoffentlich nie abhandenkommt, erzählt Panahi von Menschlichkeit im Ausnahmezustand (…).“_(epd-Film)
„Ein weiterer, sehr beeindruckender, ernst-komischer Film von einer der markantesten und mutigsten Persönlichkeiten des Weltkinos.“_(THE GUARDIAN)
„Der Film verhandelt Fragen nach Gerechtigkeit und Erlösung durch Rache. Er zeichnet ein schonungsloses Bild der Lage im Iran.“_(Deutschlandfunk/DLF)
„Ein ebenso furioser wie grotesker Rachethriller, der immer wieder von Fragen nach der Menschlichkeit unterwandert wird.“_(filmdienst)
(YEKTASADEFSADEH / یک تصادف ساده /IT WAS JUST AN ACCIDENT) Iran / Frankreich / Luxemburg 2025 | fiktionale Form | Regie/Buch: Jafar Panahi | Produktion: Philippe Martin / J. Panahi | Kamera: Amin Jafari |Schnitt: Amir Etiminan | Ton: Valérie Deloof / Nicolas Leroy / Abdoreza Heidari / Cyril Holtz | Szenenbild u. Kostüme: Leila Naghdi | DarstellerInnen: Vahid Mobasseri, Mariam Afshari, Ebrahim Azizi, Hadis Pakbaten, Majid Panahi, Mohamad Ali Elyasmehr, Georges Hashemazadeh, Delmaz Najafi, Afssaneh Najmabadi u.a. | DCP | Farbe | DD5.1. | „FSK-Deskriptoren: Gewalt, Bedrohung“ | OmdU | FSK: 16 J. | 105 Min.
EP: € 5.00
Mitgl.: € 3.00
BITTE BEACHTEN (WEITWINKEL-Kommunales Kino e.V.):
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