FAVORITEN
24.02.2026 20:00
Drei Jahre lang begleitete die Filmemacherin Ruth Beckermann eine Klasse und ihre engagierte Lehrerin an einer großen Grundschule im migrantisch geprägten Wiener Bezirk Favoriten. Der Film nimmt uns mit in den Unterricht und lässt uns die täglichen Abenteuer, Kämpfe, Niederlagen und Erfolge der Kinder ganz nah miterleben. Wir lernen die Kinder als Individuen kennen und erfahren ganz beiläufig von den strukturellen Herausforderungen, denen sich Schulleitung und Lehrer Tag für Tag stellen. Beckermann kreiert mit ihrem Film eine Ode an Kindheit und Bildung und stellt Fragen, auf die viele von uns eine Antwort suchen. Ein Film über das Lehren und das Lernen und darüber, wie die Zukunft unserer Gesellschaft auch im Klassenzimmer ausgehandelt wird.
Die Filmemacher zu ihrem Projekt: „Uns ist der Film wichtig, weil er auf einfühlsame Art Einblick in die strukturellen Schwierigkeiten unseres Schulsystems gibt (in Österreich verhält es sich nicht viel anders als hierzulande). FAVORITEN legt dabei einen Fokus gerade auf die Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. Es ist ganz wunderbar zu sehen, wie sie mit guter Begleitung aufblühen und ihren Weg gehen können. Dass es dafür kaum Kapazität gibt und wir als reiche Gesellschaft nicht viel mehr in die Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen investieren, scheint uns frustrierend und nicht nachvollziehbar.
„Kultur […] ist, “wenn wir nach draußen gehen”. Das hat Ruth Beckermann mit ihrem großartigen Schulfilm gemacht. Gefunden hat sie nicht weniger als die Realität – mit allen Konflikten und Problemen, Liebenswürdigkeiten und Freuden.“ (Zeit Online)
„Baustellen über Baustellen im Bildungssektor. Umso bemerkenswerter, wie Beckermann mit nüchternem, objektivem Auge Zuversicht und Hoffnung aus dem geächteten Kosmos ‚Problemschule‘ schöpft.“ (Uncut)
„Eindrücklich zeigt Beckermann, dass Bildungsarbeit Friedensarbeit ist.“ (Aus der Begründung der Jury des 39. Friedensfilmpreises der Berlinale)
„Der Film […] ist eine kraftvolle Hommage an den Lehrberuf und eine implizite Forderung nach einer Reform des vom Personalmangel ausgehungerten Bildungssystems.“ (Der Standard)
„Der Film […] ist eine kraftvolle Hommage an den Lehrberuf und eine implizite Forderung nach einer Reform des vom Personalmangel ausgehungerten Bildungssystems.“ (Taz)
In Kooperation mit GEW, Kreisverband Konstanz.
A 2024; Regie: Ruth Beckermann; Dokumentarfilm; Länge: 118 Min.;
FSK: 0 (Deskriptoren: keine); Dolby Digital
EP: € 9.00
KEINE KARTENRESERVIERUNG MÖGLICH, NUR ABENDKASSE.
KASSENÖFFNUNG: 19.30 Uhr