SPLITTER AUS LICHT
03.02.2026 20:00
Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V. Bitte allgemeine Infos am Ende der Seite beachten.
UKRAINE # 7: VON MENSCHEN UND STÄDTEN IM KRIEG - # BUTSCHA
Vorbemerkung zu den drei Filmen #7 - #9 der WW-Reihe 'UKRAINE #': Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert an, geht mit dem vierten Jahrestag am 24.02. des Großangriffs Rußlands gegen das Land in das 5. Jahr nach 2022 - 12 Jahre nach Beginn des „Krieges vor dem Krieg“ im Dombass und auf der Krim. Wir führen unsere lose Filmreihe zum menschlich so leidvollen wie (welt)politisch relevanten Geschehen in der Ukraine fort mit zwei aktuellen Dokumentationen (#7+#9), die Menschen in den ukrainischen Städten Butscha im Norden und Odessa am Schwarzen Meer begleiten, und - ergänzend in einem erweiterten historischen Kontext - einem Spielfilm, der fast parabelhaft Machtmechanismen des Stalinismus in der Sowjetunion thematisiert (#8).
Ukraine # Butscha _ “Die Region um die ukrainische Stadt Butscha, nordwestlich von Kiew, war beim Angriff Russlands im Februar 2022 eines der ersten von russischen Truppen besetzten Gebiete. Gut einen Monat lang wüten diese dort, zerstören und töten willkürlich auch unbeteiligte Zivilisten. Nach Abzug der russischen Truppen wird das international publik. Nach einem ersten Film über das Geschehen, begleitete das Regieduo Markus Lenz (D) und Mila Teshaieva (UKR/D) nun
über einen Zeitraum von fast drei Jahren mehrere Bewohner*innen der Stadt unterschiedlichen Alters: Ein frisch verheiratetes Paar – der Mann geht nach der Vermählung wieder an die Front; eine Schülerin, die zusammen mit einer Tanz- und Theatergruppe mit den Konflikt- und Kriegsfolgen umgeht; eine Hauswartin, die wegen Landesverrats angeklagt wird; einen jungen Rechtsanwalt, einen Yogalehrer, eine Kriegswitwe sowie Frau und Sohn eines weiteren Ermordeten, die gemeinsam mit Anwälten versuchen, die Greuel für die Strafverfolgung zu dokumentieren. Während der Krieg im Land andauert, dokumentiert der Film ihre Versuche, ihr Leben neu zu ordnen, mit den Folgen von Zerstörung und Verlust umzugehen und Gemeinschaft wiederherzustellen.
Im Mittelpunkt stehen persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Spannungen und die Suche nach Stabilität. Wie verändert sich das Zusammenleben unter den Bedingungen eines aufgezwungenen Krieges? Die Gespräche mit den Protagonist*innen offenbaren die Wut und die Trauer der Hinterbliebenen, die Risse und Spaltungen in einer Kriegsgesellschaft, aber auch große Momente der Solidarität, Hoffnung, menschlicher Nähe und Stärke.“_[n. VisionKino + filmportal.de]
Co- Regisseurin Mila Teshaieva zum Film.“ Für mich handelt dieser Film von den langanhaltenden und oft unausgesprochenen Folgen, die der Krieg für Menschen und Gesellschaften mit sich bringt. Von der Unmöglichkeit, im Krieg Gerechtigkeit zu finden. Von der Unfähigkeit eines Systems, diese Herausforderungen zu bewältigen. Und von einer Zukunft, die verschwommen bleibt. Es sind Geschichten von scheinbar „gewöhnlichen“ Menschen, die in Wahrheit außergewöhnlich sind. Sie zeigen all das, was es nicht in die offiziellen Narrative des Krieges schafft. Es geht nicht um Heldentum. Es geht um zerbrochene Leben, die sich nicht wieder zusammensetzen lassen. Und wir wollen diesen Film wirklich ehrlich machen und Fragen zu all den „Tabuthemen“ des Krieges aufwerfen. Und über die Zukunft unserer Protagonist:innen, über die Zukunft der Ukraine.“ |
Seine deutsche Erstaufführung hatte der Film beim Nürnberg International Human Rights Film Festival.
„Dies ist ein unverzichtbarer Dokumentarfilm, der es verdient, von vielen Menschen gesehen zu werden. Er erinnert uns nicht nur daran, was in der Ukraine geschehen ist, sondern auch daran, wie sich Krieg auf das Leben sogenannter „gewöhnlicher Menschen” auswirkt. Denn sie sind nicht gewöhnlich. Sie sind wir.”_(Exposed Magazin)
„Nach ihrem gefeierten Film „When Spring Came to Bucha“ aus dem Jahr 2022 verfolgen Mila Teshaieva und Marcus Lenz weiterhin den Kampf der Stadt ums Überleben. Eine Vielzahl von Geschichten und Charakteren offenbart ein prekäres Dasein, geprägt von Zerstörung, Unsicherheit und der Sehnsucht nach Frieden. (…) Auch wenn die Hoffnung nur noch ein schwacher Schimmer ist, strahlt derÜberlebenswille in diesem kraftvollen und unerschrockenen Film dennoch hell.“_(Sheffield Docfest)
„Jenseits der Tagesaktualität zeigt Splitter aus Licht wie die Kriegsereignisse die Betroffenen individuell nachhaltig prägen und verändern – und den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Probe stellen.“_(kinofenster.de)
„dann zeigt der Film (…), wo Licht noch immer durch die Wunden der Stadt dringen kann.“_(Indie Eye)
„Der Film dokumentiert das Lebens am Ort des Verbrechens, nach dem die mediale Berichterstattung zu anderen Kriegsschauplätzen weitergezogen ist und macht auch ästhetisch einen Unterschied, durch eine ruhige und bedächtige Kamera und Montage, die sich den Perspektiven, Erfahrungen und Emotionen der Protagonist*innen sensibel mit Raum und Zeit nähert. Der Film macht Opferperspektiven deutlich zu Fragen von Gerechtigkeit, sowie den Umgang mit Kriegsverbreche(r)n und der damit verbundenen Hindernissen und Schwierigkeiten infolge der Abwesenheit der Beschuldigten. Die Düsternis der Situation spiegelt sich in einer teilweise auch jahreszeitlich bedingten Farblichkeit der Bilder wider, denen aber einnehmende und bestärkende Momente der Hoffnung und der Sehnsucht nach Frieden entgegengesetzt werden.“_(VisionKino)
„Nach ihrem gefeierten Film „When Spring Came to Bucha“ aus dem Jahr 2022 verfolgen Mila Teshaieva und Marcus Lenz weiterhin den Kampf der Stadt ums Überleben. Eine Vielzahl von Geschichten und Charakteren offenbart ein prekäres Dasein, geprägt von Zerstörung, Unsicherheit und der Sehnsucht nach Frieden.“_(Sheffield Docfest)
“Der Film, der über einen Zeitraum von drei Jahren gedreht wurde, begleitet fünf Protagonisten, die sich durch das komplexe Terrain innerer Konflikte, Traumata und der Sehnsucht nach Gerechtigkeit bewegen und Fragen über die Zukunft einer Gesellschaft im Krieg aufwerfen.“_(germanfilms quarterly)
„Die Gespräche mit den Protagonist*innen offenbaren die Wut und die Trauer der Hinterbliebenen, die Risse und Spaltungen in einer Kriegsgesellschaft, aber auch große Momente der Solidarität, Hoffnung, menschlicher Nähe und Stärke.“_(VisionKino)
(Уламки Світла) Deutschland / Ukraine /GB/DK/SWE 2022-25 | dokumentarische Form | Regie: Mila Teshaieva / Marcus Lenz | Kamera: Marcus Lenz | Schnitt: Agata Cierniak | Musik: Carl Ludwig Wetzig | Produktion: M. Lenz/Patrick Waldmann/Mila Teshaieva/Mathilde Kirstein | Mitwirkende: Olga Malakh, Taras Vyazovchenko, Liudmyla Kizilova, Anna Tarasiuk, Maxim Lisnytskyi, Olena Tymkova, Yuri Bilous, Alla u. Valeriy Nachyporenko, u.a.| DCP | Farbe | DD 5.1 | OmdU (Ukrainisch / dtsch. UT) | ‚FSK-Deskriptoren: Gewalt, Bedrohung, belastende Themen’ | FSK: ab 12 J. | 93 Min.
EP: € 5.00
Mitgl.: € 3.00
BITTE BEACHTEN (WEITWINKEL-Kommunales Kino e.V.):
- Karten zum WW-Kino derzeit nur an
der Tageskasse (bei Matinee u. Kinderkino)
und an der Abendkasse jeweils vor der Veranstaltung.
- Nur Barzahlung.
- Keine Kartenreservierungen
.
- Keine nummerierten Plätze.
- Einlass / Kasse ab 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.
- Alle Filme i.d.R. mit einer Einführung und Trailern (zzgl.)
- Programmänderung vorbehalten.